Apr 18, 2011
Guten Appetit, Mama
„Tun Sie sich etwas Gutes“ – Mit diesem Satz könnte unser Beitrag über die richtige Ernährung beim Stillen auch schon wieder beendet sein, denn die Natur tut alles, um für das Baby die richtigen Nährstoffe bereitzustellen, auch wenn Mama vielleicht nicht immer zu hundert Prozent ausgewogen isst. Doch als stillende Mama möchten Sie natürlich mehr wissen.

Stillende Mamis sollten nicht vergessen, auch ihren eigenen Durst zu stillen. Ihr Körper verlangt nach viel Flüssigkeit.
Im Gleichgewicht
Obwohl Sie in der Stillzeit eigentlich alles essen dürfen, was sie wollen – eine ausgewogene Ernährung schadet natürlich nie. Dazu gehören viel frisches Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukte, Vollkorngetreide, wenig Fett und zwei Mal die Woche Fleisch und Fisch. Doch keine Sorge: Sie müssen sich in der Stillzeit nicht an einen besonderen Ernährungsplan halten und können essen, was sie auch schon früher gegessen haben. Falls Sie selbst oder Ihr Baby auf etwas erstmals empfindlich reagieren, sollten Sie das betreffende Nahrungsmittel allerdings weglassen.
Verderbliches lieber nicht
Rohes Ei (z.B. in Tiramisu), rohes Fleich (z.B. Carpaccio, Tarta, Mett oder rohes Bratwurstbrät) sowie Muscheln sind in der Stillzeit mit Vorsicht zu genießen. Ihr Baby ist zwar vor einer direkten Ansteckung über die Milch geschützt, aber bei einem möglichen Magen-Darm-Infekt ist das Stillen für Mama keine Freude.
Versuch macht klug
Babys sind absolute Individualisten. Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen – alles was bläht oder stark duftet, kann sie irritieren, muss es aber nicht. Wenn Sie Nahrungsmittel mit starken „Nachwirkungen“ mögen, sollten Sie pro Mahlzeit nur eines davon ausprobieren und beobachten, ob sich bei Ihrem Baby Veränderungen einstellen.
Mehr als sonst
Wenn Sie voll stillen, sind bis 600 Kalorien mehr am Tag absolut im Rahmen. Das heißt aber nicht, dass eine Tafel Schokolade am Tag das Richtige ist, um den höheren Kalorienbedarf abzudecken – ein Stückchen mehr ist aber erlaubt.
Drei Liter Minimum
In der Stillzeit verlangt der Körper vermehrt nach Wasser. Viele Mütter verspüren deshalb in dieser Zeit ein starkes Durstgefühl, dem sie nachgeben sollten. Wenn Sie direkt vor und nach dem Stillen etwas trinken, kommen Sie leichter auf die täglich notwendige Flüssigkeitsmenge. Geeignet sind Mineralwasser, Saftschorlen und viele Kräutertees. Salbei und Pfefferminze sollten nicht enthalten sein, denn diese Kräuter stehen im Ruf, die Milchbildung zu hemmen.
Ein Schlückchen in Ehren?
Das sollte sich Mama lieber verwehren. Alkohol hemmt den Milchfluss und geht anschließend in die Milch über. Das kann Babys Organismus ganz schön durcheinander bringen. Dadurch trinkt es unter Umständen weniger als sonst. Wenn Sie sich doch einmal eine Ausnahme gönnen möchten, ist der beste Zeitpunkt direkt nach dem Stillen. 30 bis 60 Minuten nach dem Trinken ist der Alkoholanteil in der Milch am höchsten. Ihnen geht es beim Sektschlürfen sowieso eher um die Geselligkeit? Dann probieren Sie doch mal alkoholfreien Sekt – er schmeckt zwar in der Regel etwas süßer, prickelt aber genauso gut wie der echte.
























