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Apr 18, 2011

Die schönsten ersten Bilder

Zart, zerbrechlich und gleichzeitig wunderbar weich: Kleinkinder strahlen einen besonderen Zauber aus. Die Dresdner Kinderfotografin und Mutter Marlén Mieth weiß, wie man Babys gekonnt in Szene setzt. Gemeinsam mit dem Profi haben wir für Sie Tipps zusammengestellt, mit denen auch Ihre Fotos etwas ganz Besonderes werden.

Die schönsten ersten Bilder Babyfoto

Ihre Babyfotos werden besonders schön, wenn Sie sich mit dem kleinen Liebling auf Augenhöhe befinden.

Wohlfühlatmosphäre für Wonneproppen

Wird ein kleiner Erdenbürger fotografiert, muss er sich dabei unbedingt wohlfühlen. Rundum zufrieden sind die Kleinsten meist dann, wenn sie frisch gewickelt und gefüttert sind. Aber auch die Temperatur sollte stimmen, damit das Baby nicht fröstelt – so können auch nackte Ärmchen und Speckröllchen abgelichtet werden. „Damit das Kind nicht überstrapaziert wird, sollten Sie viel Zeit und Geduld mitbringen“, rät Marlén Mieth. „Lieber öfter Pausen einlegen als alle Fotopläne auf einmal zu verwirklichen.“ Ein schlafendes Kind vermittelt Kinderglück der besonderen Art und strahlt Frieden und Vertrauen aus. Zücken Sie also ruhig mal die Kamera, wenn es still wird in Babys Bettchen.

In Szene gesetzt

„Baby beim Baden, beim Essen mit verschmiertem Breimund oder beim Spielen mit dem Lieblingsspielzeug – alltägliche Szenen sind Motive, die später einmal zu wertvollen Erinnerungen werden“, sagt Kinderfotografin Mieth. Für die Karte zur Taufe oder als Geschenk für Freunde oder Verwandte darf das Foto jedoch auch gerne mal etwas exklusiver aussehen. Das geht auch ohne Fotostudio, zum Beispiel mit einem einfarbigen Leintuch oder einer Decke im Hintergrund. Mit liebevollen Details können Sie auch poetische und stimmungsvolle Aufnahmen à la Anne Geddes kreieren.

Perspektivplanung

Ein typischer Anfängerfehler ist es, Babys und Kinder von „oben herab“ aus der Sicht eines Erwachsenen zu fotografieren. Das kann zwar im Einzelfall spannend aussehen, intimer und persönlicher werden die Bilder aber, wenn sich der Fotograf auf Augenhöhe mit dem Kind befindet. Keine Frage: Das erfordert Körpereinsatz, aber der wird belohnt. Besonders reizvoll sind auch Detail- oder Ausschnittaufnahmen, bei denen Sie mit dem Kamera-Zoom ganz nah ans Motiv gehen: Ein Paar Babyfüße mit winzigen Zehen beispielsweise öffnet jedem das Herz.

Übrigens: Auf einen Kamerablitz sollten Sie bei Babyfotos möglichst verzichten. Er kann das Kind erschrecken. Für eine Fotosession empfiehlt unsere Expertin deshalb einen hellen Platz am Fenster.

Starkes Doppel

Die Mutter beim Stillen oder Flasche geben, der stolze Vater über den Kinderwagen gebeugt oder die selbstvergessenen Großeltern beim Spielen mit dem Wonneproppen – „Wenn Sie ein Kind zusammen mit einem anderen Menschen fotografieren, sollten Sie versuchen, die Beziehung der Menschen zueinander im Bild festzuhalten“, rät Kinderfotografin Marlén Mieth. „Die gemeinsame Interaktion ergibt schöne, sinnliche Motive.“