Apr 18, 2011
Freie Bahn für die Venen
Jeder vierte Erwachsene in Deutschland leidet unter Krampfadern. Und die bläulich hervortretenden Venen sind keineswegs nur ein Schönheitsmakel. Sie können für schmerzende Beine und geschwollene Knöchel verantwortlich sein. Die gute Nachricht ist: Wer zu Krampfadern neigt, kann vorbeugen.

Ausreichend Bewegung hält die Gefäße fit.
Wie entstehen Krampfadern?
Hauptursache für das Venenleiden ist ein schwaches Bindegewebe. Als Folge davon werden die Venenklappen undicht, die als Ventile den Rückfluss des Blutes verhindern. Das Blut kann nicht mehr aus den Beinen zurück zum Herzen gepumpt werden und staut sich. Die im Unterhautfettgewebe liegenden Venenabschnitte verdicken sich und treten hervor.
Wer bekommt Krampfadern?
„Ob jemand im Laufe seines Lebens Krampfadern bekommt oder nicht, ist in den meisten Fällen genetisch bedingt“, sagt Dr. Ulrich Christaller, Spezialist für Venenerkrankungen und Gefäßchirurgie aus Reutlingen. Wenn in Ihrer Verwandtschaft Krampfadern vorkommen, ist daher besondere Vorsicht geboten. Auffallende Venen und Besenreiser, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen, sind die ersten Vorboten von Krampfadern.
Gut für die Venen
Bei Neigung zu Krampfadern empfehlen wir:
- Viel Bewegung: Ideal sind Sportarten wie Schwimmen, Wandern, Walking und Radfahren.
- Spezielle Gymnastik: Übungen wie zum Beispiel Luftradeln halten die Gefäße fit.
- Kalt abduschen: Durch Güsse mit 16 bis 18 Grad Celsius kaltem Wasser wird der Blutfluss gefördert.
- Beine hochlegen: Wer den Beinen eine Pause gönnt und sie hochlegt, erleichtert dem Blut den Rückfluss zum Herzen. Nachts die Beine möglichst auf einem Kissen lagern.
- Kompressionsstrümpfe tragen: Sie verbessern den Blutabfluss und geben den Beinen Halt.
Übergewicht abbauen: Jedes überflüssige Kilo belastet die Venen.
Schlecht für die Venen
Wenn Venenwand- oder Bindegewebsschwäche in der Familie liegen, sollten Sie Folgendes vermeiden:
- Langes Stehen: Beim Stehen fließt das Blut in die Beine und vorhandene Krampfadern füllen sich. Besser ist es, in Bewegung zu bleiben.
- Beine übereinander schlagen: Der Blutfluss in den Venen kann dadurch behindert werden.
- Schwere Lasten tragen: Wenn Sie schwer heben, verstärkt sich der Druck in den Venen.
- Enge Strümpfe und Schuhe: Abschnürende Kleidungsstücke sollten Sie vermeiden.
- Viel Wärme: Heiße Bäder, Saunagänge oder direkte Sonnenbestrahlung können zu einem Wärmestau führen.
- Alkohol und Nikotin: Durch den Genuss können sich die Gefäße verengen.























